Wenn du in der Türkei ein Kebab-Restaurant betrittst, steht sie fast immer schon auf dem Tisch, noch bevor du überhaupt bestellt hast: Acılı Ezme. Diese scharfe Würzpaste ist der perfekte Appetitanreger und gehört zu einer türkischen Meze-Tafel wie das Fladenbrot dazu.
Was Acılı Ezme so besonders macht, ist die Kombination aus frischem Gemüse und intensiven Würzpasten. Tomaten, Paprika und Zwiebeln werden von Hand fein gehackt und mit Paprikamark, Granatapfelsirup und Pul Biber vermengt. Das Ergebnis ist eine stückige, aromatische Paste mit einer Schärfe, die du selbst bestimmen kannst.
Was bedeutet Acılı Ezme?
Der Name verrät eigentlich schon alles: "Acılı" bedeutet scharf und "Ezme" heißt zerdrückt oder zerstampft. Wörtlich übersetzt also "zerstampfte Schärfe". In Gaziantep, der kulinarischen Hauptstadt der Türkei, heißt das Gericht auch Antep Ezmesi und wird dort traditionell deutlich schärfer zubereitet als im Westen des Landes.
Wenn du bereits mein Rezept für Mercimek Köftesi kennst, weißt du, wie vielfältig die türkische Meze-Küche ist. Acılı Ezme passt übrigens hervorragend als Begleitung dazu. Beide werden kalt serviert und ergänzen sich perfekt auf dem Meze-Teller.
Worauf kommt es beim Acılı Ezme an?
Der wichtigste Tipp: Alles von Hand mit dem Messer hacken und niemals pürieren. Acılı Ezme soll eine grobe, stückige Konsistenz haben. Außerdem ist es entscheidend, das gehackte Gemüse in einem Sieb abtropfen zu lassen, sonst wird die Paste zu wässrig.
Die Schärfe kannst du ganz nach deinem Geschmack anpassen. In der Türkei wird Acılı Ezme traditionell mit Fladenbrot serviert, passt aber auch wunderbar zu gegrilltem Fleisch oder als Beilage zu anderen türkischen Gerichten.